Bereits 80 Kilometer Ostseepipeline verlegt

Mit dem Bau der insgesamt 1224 Kilometer langen Pipeline wurde vor fünf Wochen begonnen. Es handelt sich hierbei um eine Erdgastrasse von Russland nach Deutschland. Zum jetztigen Zeitpunkt werden je nach Wetterlage zwischen zwei und drei Kilometer am Meeresboden verlegt. So sind mittlerweile bereits 80 Kilometer bei der schwedischen Insel Gotland verlegt worden. Die Bauarbeiten für die Verlegung im Küstenmeer sind am 15.05. aufgenommen worden. Nach der Errichtung eines 150 Meter langen landseitigen Spundwandkorridors begannen Spezialmaschinen am künftigen Anlandepunkt von Lubmin mit dem Anlegen eines Fahrwegs in das flache Ufergewässer. Von dort aus soll bis Ende Juni ein 550 Meter langer Spundwandgraben in die See gerammt und anschließend ausgebaggert werden. Anschließend sollen mit dem aus Rotterdam kommenden Verlegeschiff „Castoro 10“ die ersten Rohrsegmente miteinander verschweißt und durch den Spundwandkorridor im Flachwasser an das Ufer gezogen. Diese Arbeiten beschäftigen derzeit rund 200 Bauarbeiter und Spezialisten. Für weitere Arbeiten werden mehr als 40 Schiffe im Einsatz sein und für Freizeitschiffer wurden von der Wasserschutzpolizei bereits zeitweiße Sperrungen von Seegewässern und -korridoren angekündigt.

Der erste Strang der Pipeline soll bis 2011 fertig gestellt sein. In dieser werden rund 27,5 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas jährlich nach Westeuropa fließen. Die zweite Parallelleitung soll bereits ein Jahr später angeschlossen werden.

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