Archiv der Kategorie: Aktuelles

Energiewende: Effizientere Stromnutzung ein Schlüssel

Auf der Jahrespressekonferenz der Fraunhofer Gesellschaft, legte ein Sprecher der Organisation für anwendungsorientierte Forschung, eine Zusammenfassung über mögliche Wege zur Erreichung der Energiewende vor. Besonders im Bereich der Elektronik sieht die Fraunhofer Gesellschaft noch eine Menge Potential. Allein die Umstellung auf regenerative Energieerzeugung reiche, so Lothar Frey, der Leiter des Fraunhofer Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB), für die ambitionierten Ziele nicht aus. Noch immer werden mit ineffektiven Geräten zu viel Energie sinnlos verschwendet. Aktuell läuft fast jedes elektronische Gerät, in privaten Haushalten, über ein eigenes Netzgerät, dass jeweils aus den ankommenden 230 Volt Wechselspannung die für jedes Gerät benötigte Gleichspannung erzeugt. Dadurch laufen die Netzteile durchschnittlich nur mit 50 prozentiger Auslastung, während der nicht benötigte Strom in unnütze Wärme umgewandelt wird. Das ließe sich durch eine zentrale Gleichspannung in Gebäuden verhindern. Damit könnte die Effizienz der Stromausnutzung auf bis zu 95 Prozent erhöht werden. Bisher wird diese vorrangig von industrieellen Unternehmen genutzt. Den selben Effekt hätte eine zentrale Gleichspannung in Gebäuden aber auch in Privathaushalten – inklusive der damit verbundenen Strom- und Kostenersparnis. Bis 2030 rechnen die Experten der Fraunhofer Gesellschaft für Deutschland mit der Umkehr der bisher bestehenden Preisverhältnisse. Spätestens dann werden die Kosten für regenerative Energien, wie Wind- oder Solarstrom, unter denen der mit fossilen Brennstoffen erzeugten Energiekosten liegen.

Ukraine erhält nun auch Gas aus der EU

Um die Abhängigkeit der Ukraine von russischen Gaslieferungen zu erhöhen, soll die Ukraine zukünftig auch Gas aus der EU-Pipeline, durch die Slowakei beziehen können. Darauf einigte sich die zuständige EU-Kommission, mit Regierungsvertretern der Slowakei und der Ukraine. der Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, lobte die Einigung als wichtigen ersten Schritt, für die Diversifizierung der ukrainischen Gasversorgung. Die dafür nötige Pipeline-Verbindung in die Ukraine besteht bereits, wurde allerdings bisher nicht genutzt. Der Grund für die zügigen Vertragsverhandlungen ist der aktuelle Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. In diesem Zusammenhang hatte der russische Präsident Wladimir Putin angekündigt, die Gaslieferungen an die Ukraine einzustellen, solange diese keine Vorauszahlung leistet. Schon jetzt bezieht die Ukraine, mit rund zwei Milliarden Kubikmeter, einen Teil ihres Gasbedarfs über Polen und Ungarn, aus der EU-Pipeline. Durch die Öffnung der Pipeline in der Slowakei, könnte der Import auf acht Milliarden Kubikmeter Gas erhöht werden. Insgesamt werden in der Ukraine rund 50 Milliarden Kubikmeter Gas verbraucht, von denen 20 Milliarden Kubikmeter in der Ukraine selbst gefördert werden können.

Elektromobilitätsgesetz konkretisiert

Das Umweltministerium und das Bundesverkehrsamt haben sich inzwischen auf die Kriterien für eine Förderung der Elektrofahrzeuge geeinigt. Damit wird festgelegt, wie das in Arbeit befindliche Elektromobilitätsgesetz aussehen soll. „Neben reinen Elektrofahrzeugen wollen wir auch die besonders alltagstauglichen Plug-In-Hybride privilegieren – sofern sie einen echten Umweltvorteil aufweisen“, erklärt die Umweltministerin Barbara Hendricks, in einem Interview gegenüber dem „Handelsblatt“. Als Voraussetzung soll eine Reichweite festgelegt werden, die groß genug ist, um zumindest die Alltagsfahrten emissionsfrei bewältigen zu können. Außerdem sollen für Elektroautos Plaketten ausgegeben werden, die Angaben zum maximalen Kohlendioxid-Ausstoß enthält. Fahrzeughaltern mit diesen Plaketten, könnten damit besondere Rechte im Straßenverkehr eingeräumt werden, wie beispielsweise die Nutzung von Busspuren, oder von Sonder-Parkplätzen. Das Elektromobilitätsgesetz soll auch festlegen, welche Anforderungen Elektrofahrzeuge bis 2018 erfüllen müssen. „Damit geben wir den Herstellern genügend Zeit, noch bessere Batterien zu entwickeln“, erklärte die Ministerin.

Immer häufiger wird der Strom abgestellt…

Immer öfter wird Menschen in Deutschland, wegen Schulden bei ihren Anbietern, der Strom abgestellt. Allein 2012 waren 321.539 Menschen davon betroffen. Das erklärte das Bundeswirtschaftsministerium, auf eine Anfrage der Linkspartei. Das entspricht einer Erhöhung um drei Prozent, im Vergleich mit 2011. Als Ursache für die gestiegene Zahl an Kunden mit Stromrückständen, geben Experten den Anstieg der Energiepreise an. Diese führten für viele Menschen dazu, dass sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Summieren sich die Zahlungsrückstände, beauftragen die Energieanbieter eine Stromsperre, was weitere Kosten für die Betroffenen nach sich zieht. Die Linkspartei forderte erneut ein gesetzliches Verbot von Stromsperren und kritisierte diese als „absolut unverhältnismäßig“. Die Regierungskoalition vereinbarte in ihrem Koalitionsvertrag eine Verbesserung der Situation. So sollen zukünftig statt kompletter Stromsperren sogenannte intelligente Stromzähler mit Prepaidfunktion eingebaut werden.

Kernbrennstoffsteuer: Finanzgericht entscheidet für AKW-Betreiber

Die Klage deutscher Akw-Betreiber gegen die Kernbrennstoffsteuer, hatte Erfolg. Demnach entschied das Hamburger Finanzgericht auf die Rückzahlung der bisher von fünf Akw-Betreibern gezahlten 2,2 Milliarden Euro. Damit gab das Gericht dem Eilantrag auf vorläufigen Rechtsschutz statt, bis das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof eine diesbezügliche Grundsatzentscheidung getroffen haben. Neben der Rückzahlung, sind die Akw-Betreiber bis dahin von weiteren Zahlungen der Kernbrennstoffsteuer befreit. Am meisten profitiert davon der Energiekonzern E.on, der von der Rückerstattung 1,7 Milliarden Euro erhält. Entsprechend freudig begrüßte der Düsseldorfer Konzern die Entscheidung. Neben der Klage gegen die Kernbrennstoffsteuer sind noch zahlreiche weitere Verfahren vor dem Finanzgericht anhängig. Da die Hamburger Finanzrichter die Abgabe für verfassungswidrig halten, wurde der Fall auch zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht und den EGH in Luxemburg übergeben. Da die endgültige Entscheidung dadurch erheblich verzögert wird, klagen weitere Unternehmen auf vorläufigen Rechtsschutz, der vermutlich, angesichts der aktuell in Hamburg getroffenen Entscheidung, auch ihnen gewährt werden wird. Die Kernbrennstoffsteuer wurde befristet für 2011 bis 2016 eingeführt. Mit der Steuer sollte zumindest ein Teil der teuren Endlagerung der radioaktiven Abfälle finanziert werden.