Archiv der Kategorie: Gasanbieter

Jetzt Gasanbieter wechseln und sparen!

Mit dem Wechsel des Gasanbieters können Verbraucher bis zu 755 Euro im Jahr einsparen. Das ermittelte die Stiftung Warentest. Dafür untersuchte sie bundesweit, in 20 Großstädten die Tarife, in Bezug auf verschiedene Musterhaushalte. Die Grundtarife der Stadtwerke der einzelnen Bundesländer sind verschieden, so dass auch die Höhe der Ersparnis variiert. Am meisten gewinnen Verbraucher in Leipzig, von einem Anbieter- oder Tarifwechsel. Bei rund 20.000 verbrauchten Kilowattstunden jährlich, sparen sie bei einem Wechsel zum Tarif „Montana garant“ 755 Euro im Jahr. Verglichen wurden aber auch die möglichen Einsparungen bei einem geringeren Verbrauch, zum Beispiel für Singles, ab 7500 verbrauchten Kilowattstunden. Dabei berücksichtigten die Tester zudem die oft nicht leicht ersichtlichen Vertragsklauseln, Kündigungsfristen und Anschlusslaufzeiten. Diese können für Kunden relevant werden, wenn eventuelle spätere Preiserhöhungen einen erneuten Anbieterwechsel angezeigt sein lassen. Die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichte die Stiftung in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. Hier können Verbraucher das für ihre Stadt günstigste Angebot herausfinden.

Ostseepipeline: Ausbau der Erdastrasse geplant

Erst im Oktober vergangenen Jahres wurde der zweite, neu gebaute Strang der „Ostseepipeline“ in Betrieb genommen und bereits jetzt legt das Betreiberkonsortium, „Nord Stream“ Pläne für einen Ausbau vor. Um zwei Stränge soll die Erdgasstrasse erweitert werden. Als Endpunkte sind bisher Vierow und Lubmin im Gespräch. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung gab bekannt, dass für den Ausbau der Pipeline ein Antrag vorliegt und das Genehmigungsverfahren eingeleitet wurde. Die Pipeline durchquert die Gewässer des Gaslieferanten Russland, sowie Finnland, Schweden Dänemark und Deutschland, weshalb auch von allen betroffenen Ländern eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen werden muss. Bisher erstreckt sich die Ostseepipeline über eine Länge von 1.224 Kilometer, von Wyborg an der russischen Küste, bis nach Lubmin. 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas werden auf diesem Weg importiert.

EU versucht Gas-Abhängigkeit von Russland zu stoppen

Der EU-Energiekommissar, Günther Oettinger, hat sich am vergangenen Donnerstag in Moskau mit dem russischen Energieminister, Sergej Schmatko, getroffen. Hauptthema war die steigende Abhängigkeit der europäischen Staaten von Erdgaslieferungen aus Russland. Allein in den kommenden zehn Jahren soll der Umfang der Erdgasimporte aus Russland um 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas wachsen. Wie Günther Oettinger erklärte, wird sich der Erdgas-Verbrauch innerhalb der EU bis 2020 von 530 auf 600 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöht haben. Um die wachsende Abhängigkeit von Gas-Lieferungen aus Russland etwas zu bremsen, sollte ein „südlicher Korridor“ Europa auch mit Gas aus Mittelasien versorgen, wie der EU-Kommissar bekannt gab. So ist aktuell die Pipeline „Nabucco“ in Planung, die Erdgas vom Kaspischen Meer nach Europa transportieren könnte. Allerdings ist die Umsetzung der Bau-Pläne noch nicht vertraglich gesichert. Der Energieminister Schmatko warb dagegen für das russische Konkurrenzprojekt „South Stream“, dass ähnliche Leistungen erbringen, aber die Abhängigkeit von Russland weiter erhöhen würde. Außerdem widerspräche die Erhöhung der Gaslieferung aus Russland dem Energiepaket der EU, welches die Marktmacht einzelner Lieferländer begrenzt. Zwar soll über eine Ausnahmeregelung für Russland verhandelt werden, doch grundsätzliche Änderungen des Energiepakets lehnt Oettinger ab. Die russische Regierung kritisiert die Begrenzung als „Enteignung“, welche dem Partnerschaftsabkommen zwischen Europa und Russland widerspräche.

Steigende Gaskosten rechtzeitig zum Start in den Winter

Wie bereits von den meisten Energiekonzernen bekannt gegeben wurde, sollen zum Beginn der diesjährigen Heizsaison auch die Gaspreise wieder steigen. Der größte Kostenanteil fällt dafür beim Heizen an. Um hier langfristig Kosten zu senken, hilft nur eine gute Dämmung der Wohnung. Je älter ein Haus ist, umso schlechter ist dieses in der Regel auch gedämmt, so das ein Großteil der Wärme im Winter verloren geht. Zwar sind die Anschaffungskosten für gutes Dämmmaterial nicht unerheblich, doch aufgrund des geringeren Wärmeverlustes amortisieren sich diese Kosten innerhalb weniger Jahre. Zudem profitieren Mieter und Vermieter langfristig, da sich an kalten Wänden Kondenswasser bildet, was zur Schimmelbildung führt, wenn dies nicht rechtzeitig erkannt und behoben wird. Dieser beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit der Bewohner, sondern schädigt auch die Bausubstanz. Aktuell unterstützt der Staat sanierungswillige Immobilienbesitzer mit umfangreichen Fördermitteln. Verschiedene Finanzhilfen der einzelnen Bundesländer und Gemeinden stehen derzeit für die Sanierung und Nachrüstung alter Gebäude zur Verfügung. So lange die Möglichkeit von staatlichen Zuschüssen besteht, sollten diese auch genutzt werden. Denn die diesjährige Gas- und Strompreiserhöhung, wird nicht die letzte gewesen sein.

Nabucco-Pipeline durch Aserbaidschan

Die Betreiber der Nabucco-Pipeline haben der Regierung von Aserbaidschan ein Angebot für den zukünftigen Transport von Gas nach Europa vorgelegt. Bis zum Ende des Jahres will Aserbaidschan entscheiden, in welches Land und auf welchem Transportweg Gas nach Europa exportiert werden soll. Reinhard Mitschek, der als Geschäftsführer des Nabucco-Pipeline-Konsortiums fungiert ist sicher, dass Aserbaidschan sich für den Gas-Transport über die Pipeline entscheiden wird. „Wir sind überzeugt, dass Nabucco den besten Transportweg für den Gasexport aus Aserbaidschan und anderen Ländern bietet.“ Als „das europäische Flaggschiff-Projekt des südlichen Gaskorridors“ bezeichnete Mitschek das Nabucco-Projekt. Die Pipeline soll nach ihrer Fertigstellung eine Strecke von fast 4000 Kilometer vom Kaspischen Meer über die Türkei nach Europa führen und die Abhängigkeit durch russischen Gasimporte verringern. Bisher sind Energiekonzerne aus Deutschland, Ungarn, Rumänien Bulgarien, Österreich und der Türkei im Konsortium der Nabucco-Pipeline vertreten. 2013 soll der Bau des Milliardenprojekts beginnen.