Russland streicht Gasrabatt der Ukraine

Der russische Energiekonzern Gazprom streicht die Stundung der, aufgrund von Unstimmigkeiten über den Gaspreis zwischen Russland und der Ukraine, aufgelaufenen offenen Rechnung. Gazprom fordert die sofortige Begleichung der offenen Rechnung durch die Ukraine. Diese betragen, so Russland, insgesamt 1,55 Milliarden US-Dollar. Das entspricht rund 1,12 Milliarden Euro, die bisher noch nicht bezahlt wurden, wie ein Unternehmenssprecher der Firma, in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur ‚Ria Nowosti‘, bekannt gab. Für den Fall, dass die Ukraine ihren diesbezüglichen Verpflichtungen nicht fristgemäß nachkommt, droht Moskau an, die bisher gewährten Rabatte auf den Gaspreis zu canceln. Wie der Gazprom-Sprecher erklärte, sieht der Vertrag eine „vollständige und pünktliche Zahlung vor“. Der Rabat war der Ukraine eingeräumt worden, nachdem der jetzt abgesetzte ukrainische Präsident, Viktor Janukowitsch, Ende vergangenen Jahres verkündet hatte, das geplante Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union nicht zu unterzeichnen, was den Widerstand der eher EU-affinien Bevölkerung im Land zu den Protesten trieb, die letztlich die Absetzung von Janukowitsch verursachten. Die Drohung durch Russland gilt der inzwischen eingesetzten Übergangsregierung, die sich gegen die Einmischung Russlands in die ukrainische Außenpolitik positioniert.

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