Bahn sträubt sich gegen EEG-Umlage

Weil auch die Bahn zukünftig mehr Ökostromsteuer bezahlen soll, rechnen Verbraucherschutzorganisationen mit höheren Ticket-Preisen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft erklärte, dass die zusätzlich anfallenden Kosten „unweigerlich“ auf die Verbraucher umgelegt werden, womit Bahnfahrer noch dafür bestraft würden, dass sie sich für ein ökologisch sinnvolles Verkehrsmittel entscheiden. Bis 2018 soll die EEG-Umlage von fünf auf 30 Prozent steigen. Während die Bahn 2013 noch 58 Millionen Euro für die Ökostrom-Umlage zahlen musste, fallen in diesem Jahr schon rund 100 Millionen Euro dafür an. Bis 2018 steigt die Summe dann auf über 200 Millionen Euro, was sich stark auf die Ticket-Preise auswirken würde. „Fahrgäste elektrischer Bahnen würden im Vergleich zu Autofahrern finanziell bestraft. Aus Verbrauchersicht wäre es ungerecht, die Bahnen eine höhere Umlage zahlen zu lassen“, erklärte der Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik der Vzbv, Holger Krawinkel. Auch Dirk Flege, der Geschäftsführer der „Allianz pro Schiene“ warnt die Regierung davor, „empfindliche Preisaufschläge“ für den Bahnverkehr zu verursachen, da sonst das Bahnfahren für zu viele Menschen an Attraktivität verliert. Auch regionale Verkehrsunternehmen, wie die Kölner Verkehrsbetriebe, äußerten sich kritisch. So erklärten ihr Sprecher gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass die Mehrbelastung „nicht annähernd durch Einsparungen kompensiert“ werden könnte und Schienen-Unternehmen dadurch, gegenüber dem Auto, noch mehr benachteiligt werden.

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