Kritik von AKW-Betreibern an Regierung

Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke haben die Regierung für ihren Ausstiegsbeschluss stark kritisiert. So beschwerte sich der Chef von RWE, Jürgen Großmann, mit einem offenen Protestbrief an die Kanzlerin. Vor allem die Festlegung der konkreten Abschalttermine für die einzelnen Meiler, ärgern die Konzerne. Wie aus dem Brief hervorgeht, befürchtet RWE, die als Höchstmaß angegebenen Restlaufzeiten pro Meiler nicht mehr vollständig nutzen zu können. Eine nicht mehr „verstombare Restmenge“ von 60 bis 80 Terrawattstunden und damit einen geringeren Profit, als ursprünglich erhofft, könnte nach Schätzung der Atomindustrie zusammen kommen. Sie beklage einen „Schaden“ – also einen geringeren Profit – von rund vier Milliarden Euro. Dies ist allerdings auch von Seiten der Stromkonzerne eine Schätzung, da man die genaue Strommenge nicht exakt voraus berechnen kann. Noch immer hoffen die Stromunternehmen auf eine Entschädigung. „Wir erwarten eine faire Behandlung und eine faire Entschädigung für unsere Verluste aufgrund der Regierungsentscheidung. Vattenfall vertraut darauf, dass die deutsche Politik die volle Verantwortung für ihre Entscheidungen übernimmt“ erklärte auch Vattenfall in Berlin.

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