Drei-Monatssperre für AKW beendet

Wie eine Sprecherin von RWE jetzt bekannt gab, will der Energiekonzern in der kommenden Woche darüber entscheiden, ob die derzeit still gelegten Atommeiler Biblis A und Biblis B wieder ans Netz geschlossen werden sollen. Nach dem Reaktorschaden in Fukushima hatte die deutsche Regierung für die sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke eine Zwangsabschaltung verhängt, um deren Sicherheit prüfen zu können. Dazu gehören auch die Atommeiler Biblis, von RWE. Die dreimonatige Zwangsabschaltung läuft jetzt aus und vor dem Inkrafttreten des neuen Atomgesetzes, hat RWE noch die Möglichkeit, diese Atommeiler weiter laufen zu lassen. Während andere Unternehmen sich dafür entschieden haben, ihre umstrittenen, älteren Meiler nicht wieder zu nutzen, will sich RWE die Möglichkeit noch offen halten. Das Energieunternehmen EON hat, im Einklang mit dem Willen der Bevölkerung angekündigt, sein AKW Isar 1 ganz vom Netz zu nehmen. Der AKW-Betreiber EnBW hat sich noch nicht geäußert, ob er das Zeitfenster bis zum Inkrafttreten des neuen Atomgesetzes nutzen will, um die abgeschalteten Meiler Neckarwestheim 1 und Phillippsburg 1 noch einmal hochzufahren. Für Vattenfall, dessen Reaktor Krümmel ebenfalls von der Zwangsabschaltung betroffen war, stellt sich die Frage allerdings nicht, da dieser aufgrund mehrerer Pannen ohnehin nicht so kurzfristig genutzt werden könnte. So lange die Verbraucher allerdings Konzerne wie RWE nicht durch einen zügigen Anbieterwechsel abstrafen, können es sich diese Firmen auch weiterhin leisten, gegen den Willen der Bevölkerung zu agieren.

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