Regierungsbehörden ohne Ökostrom

Trotz aller Bemühungen und Werbemaßnahmen der Regierung, für den Ausbau der erneuerbaren Energien, gehen die Regierungsbehörden selbst nicht gerade mit gutem Beispiel voran. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ nach eigenen Recherchen jetzt berichtete, nutzen die meisten staatlichen Behörden hauptsächlich konventionelle Stromanbieter – und natürlich Strom aus Kernkraft. Das gilt nicht nur für die meisten Landesministerien, sondern auch für den Berliner Landtag und das Bundeskanzleramt. Dies musste die Regierung auf eine Anfrage der Grünen hin zugeben. Vorbildliche Ausnahmen sind lediglich das Umweltministerium in Bonn und einzelne Gebäude des Verkehrsministeriums in Berlin. Diese decken ihren gesamten Strombedarf mit Ökostrom. Grünen-Vizefraktionschefin Bärbel Höhn kritisierte, dass die amtierende Regierung damit ihrer Vorbildfunktion nicht nachkommt. Bärbel Höhn: „Selbst die eigenen Ziele werden nicht umgesetzt“. Verständlich, dass viele Unternehmen, die von Regierungsvertretern auf eine Umstellung der Stromquellen angesprochen werden, diese Forderungen nicht ganz ernst nehmen.

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