EnBW mit Rekord-Gewinn – Stillstand folgt

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern unter den vier Hauptversorgern, EnBW, hat im vergangenen Jahr einen Rekord-Überschuss von 1,17 Milliarden Euro verzeichnen können. Das waren 52,4 Prozent mehr als im Jahr 2009, wie Konzern-Chef Hans-Peter Villis am Dienstag mitteilte. Die vorläufigen Geschäftszahlen zeigen zudem, dass sich der Umsatz auf 17,5 Milliarden Euro erhöhte – 12,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das freut vor allem das Land Baden-Württemberg, die Anteile am Energiekonzern besitzen, aber auch alle anderen Aktionäre, die eine Dividende von 1,53 Euro je Aktie erhalten sollen.

Man könnte auf die Idee kommen, dass einer der größten deutschen Konzerne im Energiesektor, die Gewinne in zukunftsfähige Technologien wie beispielsweise erneuerbare Energien investiert. Die traurige Wahrheit sieht jedoch ganz anders aus. Von den geplanten 7,9 Milliarden Euro Investitionsvolumen werden dann doch nur lediglich 5,1 Milliarden Euro ausgegeben. Hiervon fallen 1,5 Milliarden Euro in den Bereich der erneuerbaren Energien.

Bei der Vorlage des vorläufigen Geschäftsberichtes konnte der EnBW-Chef aber bei einer Nachricht wieder deutliche Worte finden – die Strompreise werden auch weiterhin steigen. Ein Plus von 22,7 Prozent im Jahr 2010 reicht dem Konzern-Chef nicht. Als Steigerung gab Villis einen Wert zwischen 3,5 und 5 Prozent an.

Da freuen wir uns, dass wieder viele Verbraucher den Weg zu einem anderen Energieversorger finden werden. Wenn diese dann noch auf Ökostrom umstellen, um die erneuerbaren Energien zu stützen, dann wachen eventuell auch mal die Großen aus ihrem Schlaf auf.

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