EnBW will ein „Öko-Konzern“ sein

Der ehemalige Atomstromlieferant EnBW, hat sich für einen Umbau zum „Öko-Konzern“ entschieden. Zukünftig will EnBW Strom vorrangig aus Wind und Wasser erzeugen. Da die großen Gewinne durch den Atomausstieg wegfallen, will das Unternehmen sich auch in der Gasversorgung engagieren. Wie jetzt bekannt wurde, plant EnBW derzeit die komplette Übernahme des Gasversorgers Süddeutschland GVS und dessen Schwestergesellschaft Terranets BW. Bisher war die Gasversorgung eher ein Nebengeschäft für den Konzern. 2,5 Milliarden Euro, vom Gesamtumsatz EnBW’s in Höhe von 19,2 Milliarden Euro, gingen 2012 auf den Gasumsatz zurück. Doch bereits im vergangenen Jahr entschied das Unternehmen sich für einen neuen Vertrag mit dem russischen Gaslieferanten Novatek, der über zehn Jahre lang, 21 Milliarden Kilowattstunden Gas an EnBW liefern wird. Mit dem Vertrag hat EnBW außerdem sicher gestellt, selbst Angebote strukturieren zu können und sich so, für den erhofften Ausbau der Partnerschaften mit den Kommunen zu qualifizieren. Diesbezüglich wäre auch die Übernahme des GVS vorteilhaft, für die Verhandlungen. Die Finanzierung der Übernahme, für die eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe bekannt wurde, ist allerdings noch nicht gesichert. Angedacht wird derzeit, auch „institutionelle Anleger“ an dem Geschäft zu beteiligen.

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