AKW-Laufzeitverlängerung freut Stromkonzerne

Die großen Stromkonzerne wie E-on, Vattenfall, EnBW und RWE haben die vorläufige Entscheidung der noch amtierenden Bundesregierung über die AKW-Laufzeitverlängerung als positiv begrüßt. Dazu haben sie auch allen Grund. 127 Milliarden Euro Mehreinnahmen erwartet die Konzerne in den nächsten 12 Jahren. Nur 25 Prozent davon soll vom Staat abgeschöpft werden. Am stärksten profitiert das größte deutsche Energieunternehmen E.on davon. 53,5 Milliarden Mehrgewinn, bringt ihnen diese Entscheidung ein. RWE bekommt immerhin noch 32,8 Milliarden Euro mehr und EnBW 26,5 Milliarden. Das hält die Sprecher von E.on nicht davon ab, über die „hohe wirtschaftliche Belastung“ zu schwadronieren. Die Entscheidung der Regierung schaffe zwar für die Energiekonzerne verlässliche Rahmenbedingungen, aber die angezogene „Belastungsschraube“ müsse „unternehmerische Konsequenzen“ nach sich ziehen. Durch eine bereits angekündigte Erhöhung der Strompreise, die in einigen Bundesländern wie Niedersachsen schon durchgeführt wurde, können sie und werden sie locker die an den Staat zu zahlenden Steuern wieder herein holen. Forscher vom Öko-Institut haben ausgerechnet: „Von den gesamten Zusatzgewinnen verbleiben rund 15 Prozent für den Energieeffizienz- und Klimaschutzfonds, wobei auch hier das wesentliche Aufkommen erst nach 2016 erwartet werden kann„. Bleibt nur zu hoffen, dass der Bundesgerichtshof dem einen Riegel vorschiebt.

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