Gaspipeline Nabucco erhält starke Rückendeckung aus Turkmenistan

Die Pipeline ist als alternative für russische Leitungen geplant. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan baut seit Juni 2010 quer durch Russland die Pipeline als Teil der Nabucco-Leitung. Sie führe zur Ostküste des Kaspischen Meeres, so der autoritär regierende Präsident Gurbanguly Berdymuchammedow nach Angaben der Moskauer Zeitung „Wedomosti“. Die rund 3300 Kilometer lange Gasleitung soll im Jahr 2015 ihre erste Lieferung leisten. Das Gas aus dem kaspischen Raum soll quer durch die Türkei, Rumänien und Bulgarien nach Zentraleuropa transportiert werden. Die Gasleitung South Stream, die von Russland favourisiert wird, ist demnach überflüssig. Beobachter schätzten die Aussage aber eher als Schachzug ein, um Moskau dazu zu bewegen, mehr Gas in Turkmenistan einzukaufen, sagte Adschar Kurtow vom russischen Institut für strategische Studien. Das das Nabucco-Projekt bekommt auch noch Schwierigkeiten. Um seine Ost-West-Leitung in die Nabucco-Pipeline zu integrieren, müsste Turkmenistan eine Röhre auf dem Grund des Kaspischen Meeres nach Aserbaidschan verlegen. Doch die Nachbarländer des größten Binnensees der Welt, Russland, Turkmenistan, Aserbaidschan, Kasachstan und der Iran sind sich seit Jahren nicht über dessen Status einig.

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