EWE plant Rückerstattung

Der Oldenburger Energiekonzern EWE hat entschieden, 100 Millionen Euro an seine Kunden zurück zu zahlen. Grund dafür ist das Urteil des Bundesgerichtshofes, dass im Juli die Steigerung der Kosten für einen Teil der Kunden als unwirksam erklärt hat. Davon betroffen sind über 60.000 Stromabnehmer in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.0,46 Cent pro Kilowattstunde sollen die Verbraucher zurück erhalten. Das sind, je nach Verbrauch zwischen 100 und 125 Euro für jeden betroffenen Haushalt, die ihnen bei der nächsten Jahresabrechnung gut geschrieben werden. Allerdings wollen sie nur diejenigen Kunden entschädigen, die den Vertrag aufgrund der Erhöhung nicht gekündigt haben. Auch die Kläger gegen EWE sollen leer ausgehen. Damit ist die nächste Klage gegen den Energiekonzern vorprogrammiert. Circa 50 Kunden hatten gegen EWE geklagt, die seit 2004 die Preise in mehreren Schritten angehoben hatten. Obwohl das Bundesverfassungsgericht die Erhöhung als unzulässig ansieht, hat es EWE nicht dazu verpflichtet, das unrechtmäßig erworbene Geld zurück zu zahlen. Dadurch ist die Firma jetzt in der Lage, Diejenigen abzustrafen, die sich gegen den Konzern gestellt haben. Unter dem Aspekt klingt es wie Hohn, wenn der Aufsichtsrat über die Rückerstattung sagt: „Wir wollen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen“. Michael Gudehus, Mitglied der Bürgerinitiative „Oldenburger gegen Gaspreiserhöhungen“, hat bereits bekannt gegeben, dass die Organisation die Regelung nicht akzeptieren werden. Auch die Verbraucherzentrale ist skeptisch und rät alle Kunden zur genauen Prüfung ihrer Rechnungen, bevor sie sich auf diesen Handel einlassen. Eine weitere Sammelklage der Stromkunden von EWE liegt bereits dem Oberlandesgericht in Celle vor.

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