Mit dem Wechsel des Gasanbieters können Verbraucher bis zu 755 Euro im Jahr einsparen. Das ermittelte die Stiftung Warentest. Dafür untersuchte sie bundesweit, in 20 Großstädten die Tarife, in Bezug auf verschiedene Musterhaushalte. Die Grundtarife der Stadtwerke der einzelnen Bundesländer sind verschieden, so dass auch die Höhe der Ersparnis variiert. Am meisten gewinnen Verbraucher in Leipzig, von einem Anbieter- oder Tarifwechsel. Bei rund 20.000 verbrauchten Kilowattstunden jährlich, sparen sie bei einem Wechsel zum Tarif „Montana garant“ 755 Euro im Jahr. Verglichen wurden aber auch die möglichen Einsparungen bei einem geringeren Verbrauch, zum Beispiel für Singles, ab 7500 verbrauchten Kilowattstunden. Dabei berücksichtigten die Tester zudem die oft nicht leicht ersichtlichen Vertragsklauseln, Kündigungsfristen und Anschlusslaufzeiten. Diese können für Kunden relevant werden, wenn eventuelle spätere Preiserhöhungen einen erneuten Anbieterwechsel angezeigt sein lassen. Die Ergebnisse der Untersuchung veröffentlichte die Stiftung in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“. Hier können Verbraucher das für ihre Stadt günstigste Angebot herausfinden.
Monopolkommission missbilligt EEG
Wegen der kontinuierlich steigenden Stromkosten, mahnt die Monopolkommission einen Kurswechsel in der Energiepolitik an. Die Regierungsberater legten jetzt ihr Sondergutachten „Energie 2013: Wettbewerb in Zeiten der Energiewende“ vor. Darin sprachen sie sich gegen das aktuelle Erneuerbare-Energie-Gesetzt (EEG) aus. Als zielführender hat sich, in den letzten Jahren, das sogenannte Quotenmodell, wie es beispielsweise in Schweden praktiziert wird, erwiesen. „Wenn man den Auf- und Ausbau der Erneuerbaren fördern will, dann kann man das zielgerichteter und kostengünstiger tun als derzeit nach dem EEG“, erläuterte Daniel Zimmer, der Vorsitzende des Expertengremiums. Statt der bei uns eingeführten Einspeisevergütung und deren jahrelange Garantie, für Strom aus erneuerbaren Energien, werden in Schweden die Energieversorger verpflichtet, einen festgelegten Teil von Strom mithilfe alternativer Energieträger zu erzeugen. Erstens könnte dadurch das anvisierte Ziel genauer erreicht werden und zweitens spart sich die Regierung dadurch viel Geld und Ressourcen. Außerdem kurbelt das System den Wettbewerb an, wodurch der Strom für die Endkunden wieder günstiger wird. Die Monopolkommission hat mehrere Ausbaumodelle für Erneuerbare Energien geprüft und das Schwedische Modell als einfachstes und „im Grundsatz auf Deutschland übertragbar“ hervorgehoben. Allerdings besitzt die Monopolkommission diesbezüglich nur eine beratende Funktion und ist nicht an der Entscheidung beteiligt.
E-Auto: Siemens gibt Bau von Ladesäulen auf
Das Elektrounternehmen Siemens will zukünftig keine Ladesäulen für Elektrofahrzeuge mehr bauen, wie eine Sprecherin der Firma in einem Interview gegenüber der „Welt“ bekannt gab. Als Begründung gab Siemens den zu zögerlichen Absatz von Elektroautos an. Trotz der ehrgeizigen Pläne der Regierung, werden in Deutschland bisher nur sehr wenige Elektroautos verkauft. Nur einige tausend E-Mobile fahren derzeit auf deutschen Straßen. Allerdings liegt die fehlende Kaufbereitschaft, nach Ansicht von Experten, vorrangig daran, dass es zu wenig Ladestationen gibt, so dass man mit einem Elektroauto nicht flexibel genug ist. Deshalb wird er hauptsächlich als Zweitwagen für den Stadtverkehr genutzt. Wenn Siemens den Bau von Ladesäulen aufgibt, verzögert sich damit der Absatz von Elektrofahrzeugen noch mehr. Siemens will zumindest weiterhin Ladestationen für die Privatnutzung anbieten. Auch forsche das Unternehmen, so die Konzernsprecherin, an neuen Technologien zum kabellosen Aufladen.
Erhöhung der Ökostrom-Umlage erwartet
Um weitere 20 Prozent soll die Ökostrom-Umlage erhöht werden. Demnach steigt der Beitrag von 5,3 auf ca. 6,2 bis 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig soll auch der Aufschlag, der für die Finanzierung der Stromnetz-Sanierung anfällt, um 0,2 bis 0,4 Prozent steigen, wie das Magazin „Spiegel“ berichtete. Die Erhöhung hat ihre Ursache vermutlich in der Befreiung von Unternehmen mit hohem Energieverbrauch, die für das kommende Jahr verstärkt beantragt wurde. Ausgehend von den bisher eingereichten Anträgen, gehen dadurch rund sieben Milliarden Euro verloren, die mit der Erhöhung für Privatkunden wieder ausgeglichen werden müssen. Insgesamt 2367 besonders energieintensive Firmen haben für 2014 einen Antrag auf Befreiung von der Ökostrom-Umlage gestellt. Jetzt hat eine von der Regierung eingesetzte Monopolkommission ein Sondergutachten über die Finanzierung der Energiewende vorgelegt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll dieses eine Änderung des bisherigen Modells empfehlen.
Vorgetäuschte Energieeffizienz bei Autos?
Die deutschen Behörden gehen inzwischen verstärkt gegen falsche Werbeversprechen vor. So werben viele Firmen beispielsweise mit Energieeffizienz bestimmter Produkte, die nur durch manipulierte Berechnungen vorgetäuscht wird. Der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gelang es jetzt eine Verfügung gegen den Autohersteller Daimler zu erwirken, der für seine neuen S-Klasse-Fahrzeuge mit einem falschen Spritverbrauch und geschöntem Schadstoffausstoß warb. Daimler hatte in seiner Werbekampagne mehrere Modelle der Oberklasse-Serie in einer besseren Energieeffizienz-Klasse eingestuft, als diesen nachweislich zustand. Das Landesgericht Stuttgart folgte dem Antrag der Deutschen Umwelthilfe und verbot die weitere Werbung mit den missverständlichen Daten. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch bezeichnete die Werbung des Aubobauers als „besonders dreisten Fall von Verbrauchertäuschung“ und lobte die Entscheidung des Gerichts, dem einen Riegel vorzuschieben.