Gravierende Sicherheitsmängel in AKWs entdeckt

Laut einer aktuellen Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz gibt es gravierende Sicherheitsmängel in den vier baden-württembergischen Atomkraftwerken. Atomkraftgegner fordern das diese sofort abgeschaltet werden, da die festgestellten Mängel auch nicht durch Nachrüsten zu beheben seien. Mängel wurden nicht nur in veralteten Reaktoren, Druckbehältern und Lagerbecken verzeichnet, sondern auch in den neueren AKW Neckarwestheim II und Philippsburg II, die nicht mehr den schon seit 15 Jahren geltenden Sicherheitsstandards entsprechen. Keiner der Reaktoren ist gut genug für den Fall eines Anschlags oder Unfalls gesichert. Bei einer Protestaktion von Greenpeace im Februar hatten Greenpeace-Mitglieder den Kühlturm des Atommeilers Neckarwestheim I besetzt um zu beweisen, wie schlecht die Anlage gegen terroristische Anschläge gesichert ist. Angesichts der Studie fordert der Naturschutzbund Baden-Württemberg, dass die AKW bist 2012 abgeschaltet werden. Die Grünen unterstützten die Forderungen und gaben bekannt, dass sie im Falle einer Wahlbeteiligung eine Schwachstellenanalyse anfertigen und auch die Abschaltung der jüngeren Atommeiler bis Ende nächsten Jahres in die Wege leiten würden. Im baden-württembergischen Umweltministerium wurde bereits 2007 eine Beseitigung der nachgewiesenen Sicherheitsmängel beantragt, was jedoch bisher nicht geschehen ist.

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