Europäische Zentrale für Stromversorgung gefordert

Um auf lange Sicht Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung gewährleisten zu können, fordert die Deutsche Energieagentur (Dena), den Ausbau der Hochspannungsleitungen um mindestens 3500 Kilometer. Nicht nur in Deutschland, sondern ganz Europa müsse Im Bereich des Stromnetzes aufrüsten, da immer häufiger Strom auch Länder übergreifend genutzt werden soll. Durch die flächendeckende Umstellung auf erneuerbare Energien ist es beispielsweise sinnvoll tagsüber, wenn der höchste Strombedarf besteht, auf Nachts gespeicherten Strom aus Wasserkraftwerken Skandinaviens zurückgreifen zu können. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers bestätigte, dass fossile Brennstoffe, ebenso wie Energie aus Kernkraft langfristig nicht zuverlässig den notwendigen Bedarf an Energie decken können. Für eine effiziente Umstellung auf regenerative Energieerzeugung ist jedoch eine zentrale Planung für ganz Europa notwendig. In diesem Bereich werden durch fehlende Kooperation noch immer Milliarden Euro verschwendet, die in neuen Öko-Kraftwerken besser angelegt wären. Das ist umso bedauerlicher, da bereits jetzt viele der aktuell genutzten Fernleitungen mehrere Jahrzehnte alt sind und dringend überholt oder ersetzt werden müssten. Dazu kommt, dass einzelne Länder zeitweise Stromüberschüsse haben, die ungenutzt bleiben, da die Stromübertragen zwischen den europäischen Ländern nicht gut genug funktioniert. Pläne dies zu ändern, hat die EU schon lange. Aber immer wieder bremsen die Stromkonzerne einzelner Länder ihre Politiker aus und verzögern dadurch die notwendige europäische Vernetzung. Für die wirtschaftliche Entwicklung Europas wird es eine der wichtigsten Aufgaben der einzelnen Landesregierungen sein, dem Eigeninteresse der großen Stromkonzerne entgegenzutreten und im Interesse der Zukunft die notwendigen Modernisierungen durchzusetzen.

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