5 Stromspar-Mythen, die sich hartnäckig halten – und einfach falsch sind

4. Februar 2026 | Energie-Ratgeber

Rund ums Stromsparen kursieren unglaublich viele Halbwahrheiten.
Manche stammen aus den 90ern, andere aus gut gemeinten Spartipps von Bekannten.
Das Problem: Viele dieser Mythen bringen gar nichts – oder kosten am Ende sogar Geld.
Zeit, mal aufzuräumen. 🙂


Mythos 1: „Energiesparlampen sparen kaum Strom“

Dieser Mythos hält sich bis heute, obwohl er längst überholt ist.
Moderne LED-Lampen verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom als alte Glühbirnen – bei gleicher oder sogar besserer Helligkeit. Wer noch alte Leuchtmittel nutzt, verbrennt im wahrsten Sinne des Wortes Geld.
Gerade bei Lampen, die täglich mehrere Stunden laufen, macht der Unterschied am Jahresende locker zweistellige Eurobeträge aus.


Mythos 2: „Standby lohnt sich nicht abzuschalten“

Das ist einer der bequemsten Irrtümer überhaupt.
Ein einzelnes Gerät im Standby verbraucht wenig – ja.
Aber viele Geräte zusammen, rund um die Uhr, ergeben schnell 150–300 kWh pro Jahr.

Das sind keine Centbeträge, sondern echtes Geld.
Standby ist kein Nullzustand, sondern ein Dauerverbrauch.


Mythos 3: „Neue Geräte lohnen sich energetisch nicht“

Oft höre ich:
„Mein alter Kühlschrank läuft doch noch, warum ersetzen?“

Die Antwort ist simpel:
Weil alte Geräte Strom fressen, ohne es zu zeigen.

Ein Kühlschrank von vor 15 Jahren kann doppelt so viel Strom verbrauchen wie ein modernes Gerät.
Die Ersparnis über die Jahre ist häufig höher als der Anschaffungspreis.

Nicht jeder Neukauf ist sinnvoll – aber manche rechnen sich schneller, als viele denken.


Mythos 4: „Strom sparen heißt verzichten“

Das ist vielleicht der größte Denkfehler überhaupt.
Strom sparen bedeutet nicht, im Dunkeln zu sitzen oder auf Komfort zu verzichten.

Es bedeutet:

  • effizientere Technik
  • smartere Nutzung
  • bessere Gewohnheiten

Der Alltag bleibt gleich – nur der Zähler dreht sich langsamer.


Mythos 5: „Ein paar Watt machen keinen Unterschied“

Genau diese Denkweise kostet jedes Jahr unnötig Geld.
Ein paar Watt hier, ein paar Watt da – und plötzlich sind es hunderte Kilowattstunden im Jahr.

Stromverbrauch entsteht nicht durch einen großen Fehler, sondern durch viele kleine.
Und genau dort liegt auch das Sparpotenzial.


Stromspar-Mythen sind bequem, weil sie Verantwortung abgeben.
Sie sagen: „Das bringt doch eh nichts.“
Die Realität ist das Gegenteil.
Wer versteht, wo Strom wirklich verbraucht wird, kann sparen – ohne Drama, ohne Verzicht, ohne Technikstudium.
Nicht alles, was man seit Jahren hört, stimmt.
Aber genau das macht Aufklärung so wertvoll.