Warum Standby der teuerste Komfort ist, den wir uns leisten

2. Februar 2026 | Energie-Ratgeber

Standby ist der perfekte Kompromiss.
Geräte sind aus – aber irgendwie auch nicht.
Kein Warten, kein Hochfahren, kein „Mist, wo ist die Fernbedienung?“.
Ein Knopfdruck, alles läuft. Bequem. Leise. Unsichtbar teuer.Und genau das ist das Problem.


Standby fühlt sich nach „aus“ an – ist es aber nicht

Viele denken:
„Das rote Lämpchen leuchtet, aber das kann ja nicht viel sein.“

Doch Standby ist kein Zustand, sondern ein Dauerabo.
Fernseher, Konsole, Soundbar, Router, Kaffeemaschine, Drucker – sie alle nuckeln still vor sich hin.
24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr.

Ein einzelnes Gerät fällt nicht auf.
Zehn Geräte schon.


Die Rechnung, die niemand macht

Ein typischer Haushalt hat schnell 8–12 Geräte im Standby.
Im Schnitt verbrauchen sie zusammen 150–300 kWh pro Jahr.

Bei heutigen Strompreisen sind das 60 bis 120 Euro jährlich
für absolut nichts.
Kein Licht, keine Leistung, kein Nutzen.

Das ist nicht Bequemlichkeit.
Das ist Luxus durch Gewohnheit.


Warum wir Standby lieben

Standby spart Zeit.
Oder besser gesagt: Es fühlt sich so an.

Wir vermeiden:

  • den Einschaltknopf
  • das Hochfahren
  • zwei Sekunden Geduld

Und genau dafür zahlen wir – jeden Tag ein bisschen.

Es ist faszinierend:
Wir vergleichen Stromtarife auf den Cent genau,
lassen aber Geräte dauerhaft Strom ziehen, nur um schneller Netflix starten zu können.


Der Standby-Trick der Hersteller

Standby ist kein Zufall.
Geräte sind heute darauf ausgelegt, immer „bereit“ zu sein.
Updates, Netzwerkverbindungen, Sprachassistenten – alles läuft im Hintergrund.

Bequem für uns.
Perfekt für die Hersteller.
Teuer für den Zähler.


Die einfache Lösung, die niemand umsetzt

Schaltbare Steckdosenleisten.
Kosten ein paar Euro.
Sparen sofort Geld.

Ein Klick – und fünf Geräte sind wirklich aus.
Nicht Standby-aus.
Sondern aus-aus.

Ich habe das bei mir konsequent gemacht.
Und das Lustige ist:
Nach einer Woche vermisst man den Standby überhaupt nicht.


Standby ist der teuerste Komfort, weil er sich harmlos anfühlt.
Er tut nicht weh.
Er nervt nicht.
Er fällt nicht auf.

Und genau deshalb kostet er uns jedes Jahr Geld.Wer Strom sparen will, muss nicht verzichten.
Er muss nur aufhören, Bequemlichkeit mit „kostenlos“ zu verwechseln.