Warum dein Kühlschrank mehr Strom frisst als dein Fernseher – und wie du das sofort änderst

5. Januar 2026 | Energie-Ratgeber

Viele denken beim Stromsparen sofort an den Fernseher. Großes Ding, großer Bildschirm, läuft jeden Abend – muss doch ein Stromfresser sein.
Die Wahrheit ist ernüchternd: Dein Fernseher ist meistens harmlos.
Der wahre Dauerfresser steht leise brummend in der Küche.
Der Kühlschrank.


Der entscheidende Unterschied: Laufzeit

Ein Fernseher läuft vielleicht drei, vier Stunden am Tag.
Ein Kühlschrank? 24 Stunden. Jeden Tag. Das ganze Jahr.
Und genau das macht den Unterschied.
Selbst ein moderner TV kommt oft auf nur 100–150 kWh im Jahr.
Ein älterer Kühlschrank dagegen schafft locker 300 bis 450 kWh – manchmal sogar mehr.

Bei aktuellen Strompreisen reden wir da schnell über 150 bis 180 Euro im Jahr. Nur für kalte Milch.


Warum alte Kühlschränke echte Strommonster sind

Das Problem ist nicht die Größe, sondern das Alter.
Viele Geräte aus den Jahren vor 2015 arbeiten ineffizient, die Isolierung ist schlechter, der Kompressor läuft häufiger.
Was viele nicht wissen:
Ein neuer, effizienter Kühlschrank spart oft über 200 kWh pro Jahr im Vergleich zu einem alten Modell.
Und nein – das ist kein Marketingmärchen, das sieht man schwarz auf weiß auf der Jahresabrechnung.


Drei kleine Dinge mit großer Wirkung

Ich habe meinen eigenen Kühlschrank mal genauer unter die Lupe genommen – und war überrascht, wie viel man ohne Neukauf rausholen kann.

1. Temperatur runterdenken, nicht hochdrehen
7 °C im Kühlschrank reichen völlig.
Alles darunter kostet unnötig Strom.

2. Abstand zur Wand
Wenn der Kühlschrank seine Wärme nicht loswird, arbeitet er dauerhaft gegen sich selbst.
Ein paar Zentimeter Luft bringen messbar was.

3. Türdisziplin
Klingt banal, aber häufiges und langes Öffnen ist einer der größten Stromtreiber.
Gerade bei Familien summiert sich das enorm.


Der Fernseher ist meistens unschuldig

Moderne Fernseher sind deutlich effizienter als ihr Ruf.
Ein LED-TV mit 55 Zoll verbraucht oft weniger Strom als ein alter Kühlschrank aus den 2000ern. Der eigentliche Fehler ist also nicht das Gerät, das man sieht – sondern das, das einfach still seinen Dienst verrichtet.


Stromfresser sind selten die offensichtlichen Geräte.
Es sind die Dauerläufer, die niemand auf dem Schirm hat.
Wenn du wirklich Strom sparen willst, schau nicht zuerst ins Wohnzimmer.
Geh in die Küche.
Denn dort entscheidet sich oft, ob du am Jahresende 50 Euro mehr oder 150 Euro weniger zahlst.