Gaming & Home Office: Saugt dein PC heimlich die Steckdose leer? (Der große Check 2026)

6. Februar 2026 | Energie-Ratgeber

Moin Freunde der gepflegten Unterhaltung! Hier ist wieder euer Alex. Sagt mal, wie verbringt ihr gerade so eure Abende?
Bei mir sieht es aktuell so aus: Draußen regnet es quer, es ist arschkalt und dunkel. Also was mach ich? Ich sitz vor der Kiste. Entweder ich muss noch arbeiten (Home Office lässt grüßen) oder ich tauche in digitale Welten ab. Gerade ist ja dieser neue Open-World-Shooter rausgekommen, der absolut süchtig macht.

Aber neulich, als ich so im Ladebildschirm hing und der Lüfter von meinem PC aufheulte wie ein startender Düsenjet, kam mir ein Gedanke:

Was kostet mich der Spaß hier eigentlich?

Wir reden immer über Kühlschränke und Waschmaschinen. Aber viele von uns haben da richtige Kraftwerke unter dem Schreibtisch stehen. Egal ob High-End-Gaming-PC, Playstation 5 (oder die neue 6er?) oder das Home-Office-Setup mit drei Monitoren. Heute schauen wir uns mal an, was unsere „Rechenknechte“ so verfuttern – und wie ihr zocken könnt, ohne dass der Stromzähler den Highscore knackt.

Der Gaming-PC: Ein Heizlüfter mit Grafikkarte?

Seien wir ehrlich: Moderne Hardware ist der Wahnsinn, aber sie ist auch hungrig.
Wer von euch eine aktuelle Grafikkarte (die dicken Dinger von Nvidia oder AMD) verbaut hat, der weiß: Die Dinger werden heiß.
Ein typischer Mittelklasse-Gaming-PC zieht unter Last locker 350 bis 500 Watt.
Wer eine High-End-Maschine hat („4K Ultra Settings“), der knackt auch gerne mal die 700 oder 800 Watt Marke.

Rechnen wir das mal kurz durch:

Du zockst jeden Abend 3 Stunden. Am Wochenende vielleicht mal 5. Sagen wir 25 Stunden die Woche.

Das sind 100 Stunden im Monat.

Bei 500 Watt Verbrauch sind das 50 Kilowattstunden (kWh).

Bei einem Strompreis von 35 Cent kostet dich allein das Zocken 17,50 Euro im Monat.

Aufs Jahr gerechnet sind das über 200 Euro!

Dazu kommt: Die Wärme, die der PC produziert, muss im Sommer oft wieder weggekühlt werden (Klimaanlage/Ventilator). Doppelter Stromverbrauch!

Die Konsole: Kleiner Kasten, großer Durst?

„Aber Alex“, höre ich euch sagen, „ich zock ja nur auf der Konsole“.

Ja, die sind etwas sparsamer. Eine aktuelle Konsole zieht beim Zocken „nur“ ca. 200 Watt.

Das Problem bei den Konsolen ist aber nicht das Spielen, sondern das Nicht-Spielen.

Viele haben den „Schnellstart-Modus“ (Instant On) aktiviert, damit Updates im Hintergrund laden.

Dann zieht die Kiste 24 Stunden am Tag etwa 10-15 Watt.

Klingt wenig?

15 Watt * 24h * 365 Tage = 131 kWh.

Das sind fast 50 Euro, nur damit die Konsole 5 Sekunden schneller angeht. Schaltet das Ding komplett aus („Eco Mode“), wenn ihr es nicht nutzt!

Home Office: Die Falle mit den Monitoren

Seit Corona ist das Home Office ja nicht mehr wegzudenken.

Der Laptop vom Arbeitgeber ist dabei meistens gar nicht das Problem (der braucht kaum Strom, so 20-30 Watt).

Die wahren Übeltäter sind die Monitore.

Ich hab hier zwei 27-Zoll-Bildschirme stehen. Ich liebe sie. Aber ältere Modelle oder welche mit hoher Helligkeit ziehen gerne mal 40-50 Watt pro Stück.

Wer 8 Stunden am Tag arbeitet, zwei Monitore und vielleicht noch eine Dockingstation laufen hat, der kommt auch auf seine Kosten.

Besonders fies: Lasst ihr die Monitore im Standby, wenn ihr Feierabend macht? Die kleine rote LED kostet Geld. Übers Jahr gesehen läppert sich das.

3 Tipps für Gamer und Worker (ohne Spielspaß-Verlust)

Ich will euch das Zocken nicht verbieten (bin ja selbst schuldig!). Aber man kann es cleverer machen.

1. Das „FPS-Limit“ (Der Geheimtipp)

Euer Monitor kann wahrscheinlich 60 Hz oder 144 Hz darstellen.
Viele Spiele berechnen aber so viele Bilder pro Sekunde (FPS) wie möglich. Wenn du in einem Menü bist und deine Grafikkarte 500 FPS berechnet, läuft sie auf Vollgas für nichts.
Stellt in den Grafikeinstellungen ein FPS-Limit ein (passend zu eurem Monitor). Das entlastet die Hardware enorm, der PC wird leiser UND ihr spart Strom.

2. RGB ist hübsch, aber unnötig

Ja, es sieht geil aus, wenn Tastatur, Maus, Gehäuse und Mauspad in Regenbogenfarben leuchten.
Aber LEDs brauchen Strom. Wenn ihr mal nicht posen wollt, schaltet die Beleuchtung aus oder dimmt sie runter. Kleinvieh macht auch Mist.

3. Laptop statt Desktop (fürs Arbeiten)

Wenn ihr im Home Office „nur“ Excel-Tabellen schubst oder E-Mails schreibt: Lasst den fetten Gaming-PC aus! Nutzt den sparsamen Firmen-Laptop.
Den Gaming-PC wirklich nur anwerfen, wenn Leistung gebraucht wird. Es macht keinen Sinn, mit einem 600-Watt-Boliden im Internet zu surfen.

Wer viel verbraucht, muss günstig einkaufen

Sind wir mal ehrlich: Wir werden unsere Hobbys nicht aufgeben, nur um 50 Euro zu sparen. Zocken ist Lebensqualität. Aber gerade WEIL Gaming-PCs und Home Office den Stromverbrauch im Haushalt nach oben treiben, ist der Strompreis pro Kilowattstunde hier noch wichtiger als bei anderen Leuten.
Wer 4.000 oder 5.000 kWh im Jahr verbraucht (Single-Gamer oder Familien-Haushalt), für den macht jeder Cent Preisunterschied im Tarif richtig was aus.
Checkt mal euren aktuellen Tarif. Wenn ihr noch über 30 Cent zahlt, finanziert ihr quasi dem Energiekonzern seinen nächsten Firmenwagen, statt euch selbst das nächste Game zu kaufen.

Investiert die 5 Minuten in den Vergleich. Das gesparte Geld könnt ihr dann direkt in Steam-Guthaben oder neue Hardware stecken. Deal