Ich warne nur – wie viele andere im Netz, die Kunden von Teldfax Energy wurden - vor diesem Unternehmen!
Meine Fallbeschreibung:
Ich hatte ein Jahr Strom bezogen, gekündigt und die Endabrechnung wurde auch nach mehrfacher Anmahnung mit Fixterminen nicht ausgestellt.
Die Mahnungen ergingen über eMail, deren Web-Portal, Fax-Sendungen und auch postalische Schreiben, auf welche im NORMALFALL nicht geantwortet wurde! :-(
Auch die Unerreichbarkeit der Teldafax-Hotline ist allen Teldafax-Kunden bestens bekannt und auch hier kann man sich die Telekommunikationskosten wirklich sparen, denn es bringt einfach rein gar nichts dort anzurufen. Selbst wenn man jemanden an die Strippe bekommt, so haben die Gesprächspartner bei Teldafax meistens keinerlei Ahnung oder Befugnis etwas zu entscheiden.
Als die erste Endabrechnung dann endlich kam, war sie falsch.
Ich hatte im voraus bezahlt, die Vorauszahlung wurde quasi mit der Teldafax-Bestätigung, dass ich Kunde geworden sei, sofort von meinem Girokonto abgebucht.
So schnell konnte man gar nicht gucken wie das Geld abgebucht wurde und das war dann auch die einzige, schnelle Maßnahme, die Teldafax je zu leisten im Stande war!
Ich hatte also ein Restguthaben von über 200 Euro und die wollten von mir in der ersten Abschlussrechnung (die erst nach über 8 Wochen ausgestellt wurde, trotz mehrfacher Mahnungen) eine Nachzahlung haben!
Ich habe dann logischerweise der Abschlussrechnung widersprochen und um eine korrekte Abschlussrechnung gebeten, wiederum mehrmals und mit Fixtermin und Nachfristsetzung.
Ich habe auch der Erhebung einer sog. Vertragsbeendigungs-Prüfungsgebühr in Höhe von 10.00 Euro widersprochen, denn diese war nicht Gegenstand meiner Vertragsunterlagen, weder des direkten Vertrages noch der damals ausgestellten AGB!
Auch diese Vertragsbeendigungs-Prüfungsgebühr ist eine reine Abzocke von Teldafax, eine versteckte Preiserhöhung und wie mir scheint, eine reine Gebühren-Erfindung – so wie es die Banken fast täglich praktizieren.
Teldafax hat scheinbar sehr viel Zeit um sich um solche Dinge wie Gebührenerfindungen oder Rechtsstreitigkeiten zu kümmern, aber scheinbar wenig Zeit für die eigene, zahlende Kundschaft und deren Belange.
Nachdem dann immer noch keine Reaktion von Teldafax festzustellen war (die reagieren scheinbar nur dann, wenn sie wollen) habe ich ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet!
Heute habe ich das Urteil durch meinen Anwalt in Kopie zugestellt bekommen und Teldafax wurde verurteilt, mir die noch ausstehende und unrechtmäßig abgezogene "Prüfungsgebühr bei Vertragsbeendigung" zurückzuerstatten und zwar mit Verzugszinsen.
Den "richtigen" Rückzahlungsbetrag (also meine Restforderung an Teldafax aus meiner sehr hohen Stromvorauszahlung, die von Teldafax ja auch so flink von meinem Girokonto abgebucht wurde, wurde während des gerichtlichen Mahnverfahrens nach der dritten Abschlussrechnung, welche dann auch bis auf die "Prüfungsgebühr bei Vertragsbeendigung" richtig war, zurückgezahlt.
Drei Abschlussrechnungen, alle falsch, und diese nach über 2 Monaten der Vertragsbeendigung erst erstellt, dass zeugt nicht für das korrekte und sichere Handeln eines nach dem HGB handelnden Wirtschafstunternehmens!
Und ehrlich gesagt, zeugt es auch nicht für die Qualität und Qualifikation der bei Teldafax arbeitenden Angestellten.
Dies könnte auch durchaus zutreffen, denn betrachtet man den Konkurs der damaligen Teldafax-Telekommunikationssparte, könnte man gewisse Parallelen ziehen!
Damals wurden mit Dumping-Preisen und Versprechen die Kunden in Massen geworben und letztendlich auch vereinnahmt. Das große Geld kam ins Unternehmen und landete natürlich wo? Genau – an der Spitze der Hierarchie, wo man es sich mit dem Geld gut gehen ließ.
Als Prellbock und für die Scheinerreichbarkeit hat man dann billige Arbeitskräfte an die Telefone und in die Büros gesetzt.
Als dann alles den Bach hinunter ging, hat man einfach Konkurs angemeldet und alle Gläubiger mußten und konnten sich dann um das Geld aus dem Unternehmensvermögen kloppen, denn dieses war alleinig für die Gläubiger im Zugriff über die Konkursmasse.
Sollte da die gleiche Person so etwas auch mit Teldafax-Energy vorhaben?
Das Handeln von Teldafax sieht für mich eher aus wie reine Taktik, Methodik, ein Kalkül durch bewußtes Handeln und bewußten Verzögerungen möglichst lange mit dem Geld der Kunden zu arbeiten und dann bei Rückzahlung zusätzlich noch durch erfundene Gebühren den Rückzahlungsbetrag zu minimieren!
Nun in meinem Fall mußte ich auch sehr lange auf mein Restguthaben warten, mußte ich mich auch sehr über Teldafax und deren Ignoranz und Selbstgefälligkeit mir gegenüber aufregen, doch letztenendes habe ich gesiegt und das mit einem Urteil des Amtsgerichtes Siegburg (Abteilung 115) und dem Aktenzeichen “115 C 141/08″!
In dem Urteil heißt es (auszugsweise):
“Die Beklagte (also Teldafax) wird verurteilt, dem Kläger (also meine Person) 10,00 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten seit dem 29.10.2008 zu zahlen.
Der Kläger (also meine Person) hat gegen die Beklagte (also Teldafax) einen Anspruch auf Rückzahlung von 10,00 € aus dem zwischen den Parteien geschlossenem Stromlieferungsvertrag.
Nach unbestrittenen Vortrag hat der Kläger (also meine Person) bei Vertragsabschluss eine Vorauszahlung von 735,00 Euro an die Beklagte (also Teldafax) geleistet.
Der Kläger (also meine Person) legt schlüssig dar, dass er, nachdem der Vertrag seitens des Klägers (also meine Person) gekündigt worden ist, nicht nur einen Rückzahlungsanspruch in Höhe von 285,86 € habe, sondern vielmehr einen Rückzahlungsanspruch in Höhe von
295,86 €.
Wie sich aus den Rechnungsdetails ergibt, wurde dem Kläger (also meine Person) eine Prüfungsgebühr bei Vertragsauflösung in Höhe von 8,40 € (das ist der Netto-Betrag der 10,00 Euro Prüfungsgebühr) berechnet.
Da diese Gebühr zwischen den Parteien nicht vertraglich vereinbart worden ist und auch kein gesetzlicher Anspruch der Beklagten (also Teldafax) auf Einbehalt dieser Prüfungsgebühr besteht, hat der Kläger (also meine Person) einen Anspruch auf Rückzahlung des Bruttobetrages von 10,00 €.”
Im späteren Teil des Urteils geht dann das Gericht auch noch auf die Reaktionszeit von Teldafax ein, die bei mir Monate dauerte und nicht nur wenige Wochen und zwar heißt es dort:
“An der ursprünglichen Berechtigung der Klageforderung bestehen keine Bedenken. Auch war unter der Berücksichtigung der zwischen Fälligkeit und Erfüllung des geforderten Antrags (gemeint ist meine Aufforderung an Teldafax, mir nun endlich mal mein Restguthaben zurückzuerstatten, welches ich so oft angemahnt hatte) verstrichenen Zeit Klageanlass gegeben.
Entgegen der Auffassung der Beklagten (also Teldafax) war es dem Kläger (also meine Person) nicht zuzumuten, länger als ACHT WOCHEN auf die Rückzahlung zu warten.
Dies gilt auch unter Berücksichtiging des Umstandes, dass es sich bei der Beklagten (also Teldafax) um ein grosses Unternehmen handelt, das zweifelsohne aufgrund des grossen Kundenstammes längere Bearbeitungszeiten benötigt.”
Wie man sieht, versuchte der Anwalt von Teldafax sich herauszureden, die Firma Teldafax wäre überlastet, wobei jeder mittlerweile weis, dass die Hinhaltetaktik eben "Methode" hat, ebenso wie die praktische Unerreichbarkeit der Hotline.
Das Teldafax angeblich keine Schreiben erhält, keine Faxe, keine eMails ist auch hinlänglich bekannt und eine weitere Taktik von Teldafax.
Die Sache hat also bei Teldafax durchaus "Methode"!
Und ich durfte ja auch in Bezug auf meine anderen Klagepunkte feststellen, bei denen mir das Gericht aber leider nicht zustimmte, dass Teldafax mit der "Methode" scheinbar sehr gut vor Gericht wegkommt.
Im übrigen muss Teldafax mir nicht nur die 10 Euro Prüfungsgebühr und die Verzugszinsen darauf zurückzahlen, sondern Teldafax darf auch alle Prozesskosten tragen, somit auch die Kosten meines Anwaltes, den ich im Rechtsstreit beauftragen mußte sowie die Kosten meiner im Rahmen des gerichtlichen Mahnbescheides vorausbezahlten Prozesskosten (Gerichtskosten).
Also an alle, die die ungerechtfertigte Prüfungsgebühr bezahlt haben oder zahlen sollen und die länger als 8 Wochen auf Ihre Abschlussrechnung warten, schreibt einen Brief, tut Eueren Unmut in klaren, gerichtlich verwertbaren Worten kund und verweist auf das nicht berufungsfähige Urteil (Teldafax kann also gegen dieses Urteil keinerlei Berufung und Einwände mehr einlegen und muss es akzeptieren, so wie es ist!!!) mit dem Aktenzeichen “115 C 141/08″ des Amtsgerichtes
Siegburg (Abteilung 115).
ABER BITTE PER EINSCHREIBEN MIT RÜCKSCHEIN, sonst heißt es nachher aus dem Hause Teldafax wieder, sie hätten nichts bekommen!
Im übrigen wurde nach meiner eigenen Internet-Recherche die Firma Teldafax wohl auch schon mehrfach vom Verbraucherschutz NRW abgemahnt bzw. um Stellungnahme gebeten.
Auch in diesem Fall soll Teldafax keinerlei Reaktionen gezeigt oder von sich gegeben haben.
Das beweißt eigentlich auch mehr als genug, mit was für einen Unternehmen man es bei Teldafax zu tun hat.
Ich für meinen Teil werde nie wieder Kunde von Teldafax-Energy oder einem sonstigen Teldafax-Unternehmen werden
Ich habe jedenfalls auch die Verbraucherzentrale NRW über das verbraucherfreundliche (was heißt verbraucherfreundlich? Es ist rechtmäßig!!!) Urteil informiert.
Bye